Regie

Lucia Chiarla

Regisseurin _ Lucia Chiarla 2

Lucia Chiarla wurde in Genua geboren und absolvier- te ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Dar- stellende Kunst „Paolo Grassi“ in Mailand. Des Weiteren studierte sie Literatur an der Universität in Genua. In Italien arbeitete sie als Schauspielerin in Stadttheatern und Filmproduktionen.
2005 zog sie mit ihrem Sohn nach Berlin. Ihr erster Film „BYE BYE BERLUSCONI!“ (Autorin und Dar- stellerin) wurde auf der Berlinale 2006 gezeigt.
In Berlin spielt sie in Theaterproduktionen, besucht die Skript Aka- demie, arbeitet als Drehbuchautorin und Dramaturgin.
Mit dem Film „REISE NACH JERUSALEM“ debütiert Lucia Chiarla als Spiel lmregisseurin.

 

Regiekommentar

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Es gibt heutzutage keine größere Chance, als beschäftigt zu sein. Wer Arbeit hat, macht sich davon gar keine Vorstellung. Denn auf Arbeitssuche zu sein, ist anstrengender als zu arbeiten.Arbeitslos sein heißt: Morgens aufzuwachen und nicht zu wissen, was man bis zum Abend machen wird.
Es bedeutet, dass man anfängt zu glauben, irgendetwas mit sich sei nicht richtig. Und noch schlimmer ist es, wenn auch die Anderen anfangen, das zu glauben.
In den Medien wird der Arbeitslose auf einen Teil der ver uchten Problemfall-Quote reduziert, für die es keine Lösung gibt: sie steigt ein bisschen, dann fällt sie wieder.
Hinter der Quote stecken aber im- mer mehr Menschen, die versuchen, nicht nur ihre Arbeitslosigkeit zu überwinden, sondern auch, in ihrem Umfeld den Schein zu wahren und der Abwärtsspirale zu entkommen.
Das Spiel „Reise nach Jerusalem“ wird in meiner Geschichte zur Metapher der Arbeitssuche, in einer Gesellschaft, die sich immer stärker durch die Arbeit definiert.